Erfolge beim Reptilienmonitoring

Im Rahmen der Vor-Ort-Betreuung von Schutzgebieten durch die Ökologische Station Jade haben wir auch in diesem Jahr wieder systematische Erfassungen der Reptilien in ausgewählten Betreuungsgebieten durchgeführt. Dazu wurden Probeflächen definiert und Künstliche Verstecke ausgebracht. Innerhalb jeder Probefläche werden die Künstlichen Verstecke entlang eines Transektes, welches auch natürliche Strukturen mit einbezieht, begangen.

In diesem Jahr konnten erfreulicherweise diverse neue Nachweise über das Vorkommen und die Verbreitung der Arten Schlingnatter (Coronella austriaca), Kreuzotter (Vipera berus), Ringelnatter (Natrix natrix), Blindschleiche (Anguis fragilis) und Waldeidechse (Zootoca vivipara) erbracht werden.

Die Daten sind für unsere alltägliche Arbeit unerlässlich, um Auswirkungen von geplanten Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen sowie die Notwendigkeit von Managementanpassungen einschätzen zu können. Reptilien sind z.B. durch Mahd und Beweidung gefährdet, aber auch im Bereich Moorschutz können bei Wiedervernässungsmaßnahmen Winterquartiere zerstört werden. Gleichzeitig benötigen die Lebensräume eine gewisse Pflege, um den Strukturreichtum und offenen Charakter mit besonnten Liegeplätzen nicht zu verlieren.

Diese Ansprüche machen deutlich, dass neben einer guten Habitatausstattung auch ein ausgeklügeltes Managementmosaik nötig ist, um arten- und individuenreiche Reptilienpopulationen beherbergen zu können.

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