Wildblumenwiesenförderung 2026

Mit zunehmender Tageslänge zeigt sich in der Natur wieder frisches Grün – ein sicheres Zeichen dafür, dass der Frühling vor der Tür steht. Gleichzeitig beginnt damit auch die Gartensaison. In diesem Zusammenhang unterstützt die Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven erneut die Anlage artenreicher Wildblumenwiesen mit regionalem Saatgut in der Stiftungsregion. In den vergangenen Jahren konnten auf diese Weise bereits rund 240.000 m² Wildblumenflächen in den Landkreisen Friesland, Wittmund und der Stadt Wilhelmshaven geschaffen werden. Davon profitieren zahlreiche Insekten wie Schmetterlinge und Wildbienen – und auch für das menschliche Auge sind die bunten Blühflächen eine große Bereicherung.

Für die Aussaat stellt die Naturschutzstiftung spezielle Mischungen aus zertifiziertem Regio-Saatgut bereit. Dabei werden Samen von Pflanzen, die ursprünglich im Nordwestdeutschen Tiefland heimisch sind, verwendet. So sind die Arten an die regionalen Umweltbedingungen besonders gut angepasst. Gleichzeitig bilden sie eine wichtige Lebensgrundlage für viele heimische Insekten, vor allem Schmetterlinge (wie z.B. der Kleine Feuerfalter oder der Zitronenfalter) und Wildbienen (Maskenbienen, Mauerbienen und viele mehr), die wiederrum die Nahrungsgrundlage anderer Tierarten darstellen. Viele unserer Insektenarten sind auf ganz bestimmte einheimische Pflanzen spezialisiert. In den Saatgutmischungen befinden sich unter anderem Pflanzen wie Wilde Möhre, Sumpf-Hornklee oder die Kornblume.

Der weltweite Rückgang der Artenvielfalt stellt eine große Herausforderung dar. Aus diesem Grund engagiert sich die Naturschutzstiftung auf verschiedenen Wegen für eine größere biologische Vielfalt in der Region. Ein besonders niedrigschwelliges Projekt ist die Förderung von Wildblumenwiesen, an dem sich viele Menschen beteiligen können.

Anträge für die diesjährige Förderung können noch bis zum 5. April 2026 eingereicht werden. Das entsprechende Formular steht auf der Website www.naturschutzstiftung-fww.de (zu finden unter Projekte/Wildblumenwiesenförderung) zum Download bereit. Nach dem Ausfüllen kann es einfach per Mail (info@naturschutzstiftung-fww.de) eingereicht werden.

Ausgewählt werden können drei Größen: Für 50, 200 oder 1000 m². Voraussetzung ist, dass bei Anlage und Pflege der Wildblumenwiese vollständig auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet wird.

Wildblumenwiesen sind sehr pflegeleicht. Wichtig ist vor allem, die Fläche in den ersten sechs bis acht Wochen nach der Aussaat ausreichend feucht zu halten. Später muss nur noch bei Bedarf bewässert werden. Alle ein bis zwei Jahre kann die Wiese gemäht werden. Empfehlenswert ist dafür ein Termin im Frühjahr, da viele Insekten die Pflanzenstängel als Überwinterungsort nutzen. Aus den verblühten Pflanzen lassen sich zudem Samen gewinnen, die im folgenden Jahr erneut ausgesät werden können – eine einfache und nachhaltige Methode, die Blühfläche langfristig zu erhalten.

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